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Concular am Flughafen Tegel: Zirkularität im großen Maßstab

3. Juni 2026

Der ehemalige Flughafen Tegel zählt zu den spannendest Transformationsprojekten Berlins und steht beispielhaft dafür, wie Zukunft im Bauwesen bereits heute Gestalt annimmt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie bestehende Materialien nicht zu Abfall werden, sondern als Ressource weitergenutzt werden können.

Genau hier setzt ABE-Mitglied Concular an. Im Zuge der mit der Tegel Projekt GmbH geschlossenen „Rahmenvereinbarung Zirkularität“ am Flughafen Tegel entwickelt und begleitet das Unternehmen Prozesse für den systematischen Rückbau und die Wiederverwendung von Baumaterialien. Statt klassischem Abriss entsteht so ein digital gesteuerter Materialkreislauf, mit dem Ziel, möglichst viele Bauteile im Bestand zu halten oder in neue Projekte zu überführen.

Der Ansatz ist ebenso pragmatisch wie ambitioniert: Gebäude werden nicht länger als Endpunkt von Ressourcen gesehen, sondern als Materiallager der Zukunft. Gerade bei einem Projekt in der Größenordnung von Tegel wird deutlich, welches Potenzial in zirkulären Strategien steckt – ökologisch, wirtschaftlich und strukturell.

Der Flughafen Tegel steht damit exemplarisch für einen Paradigmenwechsel: weg von linearen Abrisslogiken, hin zu intelligenten Stoffkreisläufen. ABE_Award-Gewinner Concular zeigt in diesem Kontext, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Bauwesen praktisch zusammenspielen können – nicht als Vision, sondern als bereits gelebte Praxis.

Das Projekt unterstreicht, dass zirkuläres Bauen im großen Maßstab funktioniert und dass Pilotvorhaben eine entscheidende Rolle für die Transformation der Bauwirtschaft spielen. Ein starkes Beispiel aus dem ABE-Netzwerk mit klarer Signalwirkung.

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© Bild: PONNIE Images