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10 Jahre Innovationsnetzwerk Aachen Building Experts e. V. (ABE): Eine Erfolgsgeschichte voller Wachstum, Entwicklung und Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienwirtschaft

23. September 2026

Aachen Building Experts e. V. (ABE) feiert 2026 sein zehnjähriges Bestehen. Seit den Anfängen 2016 ist das Innovationsnetzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienwirtschaft von 33 Gründungsmitgliedern auf heute 170 Mitgliedsunternehmen aus ganz Deutschland gewachsen. Ziel des Netzwerks ist es, Innovationen schneller in die Praxis zu bringen, den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern und den Austausch an den vielen Schnittstellen der Wertschöpfungskette zu stärken.

Gegründet wurde ABE 2016 auf Initiative von Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft gemeinsam mit der IHK Aachen, der Handwerkskammer Aachen, der FH und der RWTH Aachen University. Von Beginn an standen die großen Herausforderungen der Branche im Mittelpunkt: Digitalisierung, nachhaltiges Bauen, Fachkräftesicherung und die bessere Zusammenarbeit aller Beteiligten im Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden, um die Produktivität zu steigern. Was damals vielfach noch als Zukunftsthema galt, bestimmt heute den Alltag der Branche.

Vorschaufoto: ABE-Gründung am 8. August 2016 im Beisein des damaligen NRW-Bauministers Michael Groschek (ABE-Archiv)

„Die Herausforderungen, vor denen die Bau- und Immobilienwirtschaft steht, haben sich in den vergangenen zehn Jahren nicht grundlegend verändert – sie sind aber deutlich konkreter geworden“, sagt ABE-Vorstandsvorsitzender Volker Christmann. „Unser Anspruch war und ist es, Unternehmen, Wissenschaft und innovative Köpfe zusammenzubringen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln und Innovationen in die Anwendung zu bringen.“

Die Themen, mit denen sich ABE beschäftigt, haben sich parallel zu den Entwicklungen der Branche weiterentwickelt. Digitalisierung, Building Information Modeling (BIM), Smart Building, Künstliche Intelligenz (KI), Vorfertigung, Automatisierung sowie nachhaltiges und zirkuläres Bauen gehören heute ebenso zum Portfolio wie Fragen der seriellen und elementierten Bauweisen, der Energie- und Wärmewende und Fragen des Bestandes, die das Bauen im Bestand einschließen, aber auch deutlich darüber hinaus gehen. In Seminaren, Wissenstransfer- und Vernetzungsveranstaltungen, Innovationsgruppen und Arbeitskreisen werden Trends und zukünftige Entwicklungen bearbeitet und gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Hochschulen für die Praxis vorangetrieben. Allein 2025 organisierte ABE 67 Veranstaltungen mit insgesamt 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

„Die Unternehmen erkennen, wie wichtig dieser Austausch gerade in der heutigen Zeit ist. Entscheider und Entscheiderinnen sowie Fachleute nehmen Mehrwerte aus den differenzierten Veranstaltungen mit und können so mit den Ergebnissen und neuen Ideen die jeweiligen Themen in ihren Unternehmen unmittelbar voranbringen“, verdeutlicht ABE-Geschäftsführer Goar T. Werner. „So entstehen nicht nur neue Kontakte, sondern häufig auch gemeinsame Projekte und konkrete Lösungen für die Praxis.“

Zu den bedeutenden Entwicklungen der vergangenen zehn Jahre zählt die Mitwirkung des Netzwerks an der Einführung des Studiengangs Smart Building Engineering (SBE) an der FH Aachen. Gemeinsam mit Unternehmen aus dem Netzwerk wurden Inhalte entwickelt, die den Anforderungen des digitalen Planens und Bauens Rechnung tragen. Die zugehörige Stiftung wird bis heute von ABE-Mitgliedsunternehmen getragen. Dr. Hans-Jürgen Krause, 1. stellvertretender Vorstandsvorsitzender, sieht darin einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Branche: „Digitales Planen und Bauen gehört heute selbstverständlich zu den Anforderungen an Ingenieurinnen und Ingenieure. Deshalb war es uns wichtig, diese Kompetenzen frühzeitig in der akademischen Ausbildung zu verankern.“

Als bundesweit sichtbares Veranstaltungsformat hat ABE den Baukongress etabliert, gemeinsam veranstaltet mit dem Cluster Bauen des RWTH Aachen Campus, der RWTH Aachen University und der FH Aachen unter dem Dach der F.A.Z.-Konferenzen. Seit 2022 bringt er alle zwei Jahre mehrere hundert führende Köpfe der Bau- und Immobilienwirtschaft zu den Zukunftsthemen der Branche in Aachen zusammen.

Seit 2017 verleiht ABE außerdem den ABE_Award an junge innovative Start-ups. Viele Kooperationen zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen sind aus Begegnungen im Netzwerk entstanden. „Innovation entsteht dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen“, sagt Werner. „Unser Ziel ist es, den Transfer neuer Ideen in die Praxis zu unterstützen.“ Dabei hat ABE immer wieder seinen guten Riecher bewiesen, viele Preisträger sind inzwischen sehr erfolgreich am Markt etabliert, beispielsweise aedifion, Caala, Concular oder specter automation.

ABE hat sich durch seine inhaltlich fundierte und qualitativ hochwertige Arbeit in den vergangenen zehn Jahren auch Gehör in der Politik erarbeitet. Ein Beispiel: Aus der Fachsession „Innovationsbremse Regulatorik“ des 2. Baukongresses 2024 entstand gemeinsam mit dem Bauindustrieverband NRW das Positionspapier „Weniger Bürokratie am Bau“. Die darin formulierten Vorschläge wurden an NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach übergeben; wesentliche Inhalte fanden 2026 Eingang in den Entwurf zum 3. Änderungsgesetz der Landesbauordnung NRW 2018 und gehen jetzt in die Umsetzung.

Positionspapier „Weniger Bürokratie am Bau“: Übergabe an NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach auf der Expo Real 2024 (Foto: Manuela Wetzel, ABE)

„Seit zehn Jahren bringen wir bei ABE Unternehmen, Menschen, Ideen und Innovationen zusammen“, bringt Werner die Arbeit von ABE auf den Punkt. Im Jubiläumsjahr wird ABE mit dem Future Forum am 12. November in Aachen den 9. ABE_Award, Innovationen und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen. Die Jubiläumsfeier für die Mitgliedsunternehmen findet 2027 im Rahmen der Mitgliederversammlung statt.

„Wir wollen ABE als Plattform für Innovation, Wissenstransfer und Vernetzung weiterentwickeln und noch mehr Unternehmen aus ganz Deutschland für das Netzwerk begeistern“, sagt Volker Christmann. „Die Transformation der Bau- und Immobilienwirtschaft gelingt nur gemeinsam – im Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, innovativen Unternehmen und Politik.“

Zum Jubiläum führt ABE einen Slogan ein. „Advancing Building Evolution beschreibt, wofür ABE steht“, verdeutlicht Dr. Krause: „Wir treiben die Entwicklung der Bau- und Immobilienbranche voran.“

Das ist ABE

ABE wurde 2016 durch 33 Gründungsmitglieder im Beisein des damaligen NRW-Bauministers Michael Groschek und unter Beteiligung der IHK Aachen, der Handwerkskammer Aachen, der FH Aachen und der RWTH Aachen University gegründet. In dem überregionalen Innovationsnetzwerk entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienbranche kommen heute 170 führende Unternehmen, die Hochschulen RWTH Aachen und FH Aachen sowie Startups zusammen, um durch das enge und direkte Zusammenwirken von Wissenschaft und Wirtschaft Innovationen zu fördern und umzusetzen sowie neue Konzepte für Aus- und Weiterbildung zu entwickeln. Mitgliedsunternehmen von ABE kommen unter anderem aus Projektentwicklung und Immobilienbestand, Architektur, Planung und Ingenieurswesen, aus Bauausführung und Handwerk oder sind Herstellerfirmen. Neben mittelständischen Unternehmen finden sich hier zahlreiche marktprägende überregionale Unternehmen, darunter zum Beispiel ABB Busch-Jaeger, Alho, Ardex, Art-Invest, ENGIE, fischer, Goldbeck, HPP Architekten, Kleusberg, PERI, SCHÜCO, SIEMENS, ROCKWOOL, ROM-Technik und andere. Inhaltliche Schwerpunkte sind unter anderem die Bereiche Building Information Modeling (BIM), Smart Building (insbesondere TGA und Gebäudetechnik), innovative ressourcenschonende Materialien und Prozesse, beispielsweise ressourceneffizientes, kreislaufgerechtes Bauen, Digitalisierung, Robotik und Vorfertigung.

Zum 3. Baukongress im Juni 2026 kamen wieder mehr als 300 führende Köpfe der Bau- und Immobilienwirtschaft nach Aachen und erlebten ein gewohnt hochklassiges Programm. (Foto: F.A.Z. BUSINESS MEDIA GmbH | Jörn Wolter)

Allein 2025 erreichte ABE bei 67 Veranstaltungen rund 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. (Foto: F.A.Z. BUSINESS MEDIA GmbH | Jörn Wolter)

v. l. Volker Christmann, Dr.-Ing. Hans-Jürgen Krause, Goar T. Werner (Bildnachweis: ROCKWOOL, Kempen Krause Ingenieure GmbH, ABE)